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Annullierung

Neben der Nichtbeförderung und der Flugverspätung stehen dem Reisenden auch dann Ausgleichsansprüche nach der EU-Fluggastrechteverordnung bis zu einer Höhe von EUR 600,00 zu, wenn der Flug annulliert wird. Eine Annullierung liegt dann vor, wenn der Flug für alle Fluggäste, die über eine bestätigte Buchung verfügen, abgesagt wird.

Neben der Ausgleichszahlung hat jeder Reisende einen Anspruch auf Unterstützungsleistungen.

Die Ansprüche stehen dem Reisendem unabhängig davon zu, ob es sich um einen Linienflug, einen Charterflug oder eine Billigairline handelt.

Ansprüche auf Ausgleichszahlung aufgrund der Annullierung scheiden allerdings dann aus, wenn der Fluggast

  • mindestens zwei Wochen vor dem Abflug von der Airline über die Annullierung unterrichtet wurde oder
  • im Falle der Annullierung zwischen zwei Wochen und sieben Tagen vor dem geplanten Abflug über die Annullierung unterrichtet wurde und ihm ein Alternativangebot mit einem Abflug von nicht länger als zwei Stunden vor der planmäßigen Abflugzeit des annullierten Fluges und mit einer Ankunftszeit von nicht mehr als vier Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit des annullierten Fluges unterbreitet wird oder
  • im Falle der Annullierung von weniger als sieben Tagen vor der geplanten Abflugzeit über die Annullierung unterrichtet wurde und ihm Angebot zur Ersatzbeförderung unterbreitet wurde, bei dem Abflug nicht mehr als eine Stunde vor der ursprünglichen Abflugzeit beginnt und das Endziel spätestens zwei Stunden nach der planmäßigen Ankunftszeit des annullierten Fluges unterbreitet wird.

Beweisbelastet für die Unterrichtung des Fluggastes und deren Zeitpunkt ist stets die ausführende Fluggesellschaft.

Die Pflicht zur Unterstützungsleistungen entfällt auch dann, wenn der Flug aufgrund eines außergewöhnlichen Umstandes annulliert werden musste. Diesbezüglich ist die ausführende Fluggesellschaft beweisbelastet.

 

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