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Gepäckverlust

Immer wieder kommt es vor, dass auf einer Reise Gepäck verloren geht. Die meisten Gepäckstücke werden wieder aufgefunden.

Sollten Sie Ihr Gepäck am Gepäckband nicht auffinden melden Sie den Verlust umgehend am Gepäckschalter des Flughafens sowie bei dem durchführenden Flugunternehmen. Hierzu müssen Sie ein Verlustformular ausfüllen, welche Ihnen am Flughafen ausgehändigt werden. Als Sie das Gepäck beim Check-In aufgegeben haben, haben Sie einen Abschnitt erhalten, auf dem die Registrierungsnummer des Gepäckstücks vermerkt ist. Oftmals wird dieses am Flugschein befestigt.

Melden Sie den Verlust zusätzlich schriftlich nochmals bei der Fluggesellschaft.

Bei Verlust, Verspätung und Beschädigung des Gepäcks stehen Ihnen nach dem Montrealer Übereinkommen Schadenersatzansprüche zu. Diese sind der Höhe nach auf 1.131 Sonderziehungsrechte (SZR) begrenzt. Der Wert der Sonderziehungsrechte variiert. 1.131 SZR entsprechen ungefähr 1.300 – 1.400 €. Diese grenze gilt pro Passagier, nicht etwa pro Gepäckstück. Bei einem höheren Wert des Gepäckstücks kann theoretisch eine höhere Haftungssumme vereinbart werden. Alternativ bietet es sich an, Wertgegenstände nicht aufzugeben, sondern im Handgepäck oder am Körper zu befördern. So kann der Schaden gering gehalten werden.

Die Airlines verlangen in der Regel einen Nachweis zur Schadenssumme. Es ist demnach von Vorteil, wenn Sie grundsätzlich Kaufbelege aufheben und den Inhalt des Koffers präzise auflisten.

Bei der Schadensmeldung sind Fristen zu beachten. Bei Gepäckbeschädigung muss die Schadensmeldung binnen 7 Tagen, bei Gepäckverlust binnen 21 Tagen eingereicht werden.

Neben dem Anspruch auf Schadensersatz haben Sie auch ein Anrecht auf schnelle Hilfe oder Ersatz der Aufwendungen, wenn der Gepäckverlust auf dem Hinflug zu Ihrem Reiseziel entsteht. In diesem Fall dürfen Sie sich mit den nötigsten Gegenständen, wie Wäsche oder Toilettenartikeln versorgen. Die Kosten werden von der Fluggesellschaft erstattet, soweit diese angemessen sind. Welche Kosten angemessen sind variiert

Für den Fall, dass der Gepäckverlust auf einer Pauschalreise verloren geht, haben Sie neben den Ansprüchen nach dem Montrealer Übereinkommen auch Ansprüche gegen den Reiseveranstalter. Für den Zeitraum, in dem kein Gepäck zur Verfügung steht, können Sie den Reisepreis mindern. Die Höhe der Minderung ist eine Frage des Einzelfalls. Die Frist zur Anmeldung gegenüber dem Reiseveranstalter beträgt einen Monat nach Reiseende.